Ein Kennzeichen von Tumorerkrankungen ist, dass sich bösartige Zellen in anderen Geweben, als ihrem Ursprungsort, ansiedeln. Diese Metastasen können sich auch im Knochen bilden. Wachsen diese Knochenmetastasen, leiden die Patienten häufig Schmerzen.
Therapieziel ist die Behandlung von Schmerzen.
Samarium hat eine Beta Strahlung mit einer kurzen Reichweite. Deshalb wird das umliegende, gesunde Gewebe
geschont und die Metastase aus sich heraus gezielt bestrahlt.
An dem Therapietag ist keine besondere Vorbereitung notwendig. Ein aktuelles Blutbild und eine Aufnahme einer Knochenszintigraphie muss mitgebracht werden.
Da wir das Samarium bei einer externen Firma bestellen müssen, wird die Injektion am späten Vormittag stattfinden.
Vier Stunden nach der Injektion wird eine Verteilungsszintigraphie angefertigt. Die Aufnahme zeigt, wie sich das
Radionuklid in den Knochenmetastasen eingelagert hat.
In den ersten Tagen nach der Injektion können sich die Schmerzen vorübergehend verstärken. Dies
ist ein Hinweis darauf, dass die Behandlung anspricht und es zu einer Schmerzlinderung kommen wird.
Die Wirkung hält ungefähr vier Monate, oder länger, und kann wiederholt werden.
Nach der Injektion muss in regelmäßigen Abständen das Blutbild kontrolliert werden.