Die digitale Mammographie wird insbesondere zur Früherkennung von Brustkrebs (Mammakarzinom) eingesetzt. Sie
ist zurzeit die einzige Methode, um Brustkrebsvorstufen oder frühe Tumorstadien zu erkennen. Bei
rechtzeitiger Entdeckung sind die Heilchancen hervorragend. Außerdem dient die Mammographie auch zur
Abklärung von Tastbefunden und zur Überwachung bei sog. Risikopatientinnen.
Weitere Informationen zum Thema bei der Ärztekammer Nordrhein. (http://www.aekno.de) - hier
Indikationen zur Mammographie (PDF, 20 KB).
Die digitale Mammographie bietet besondere Vorteile:
Die sog. kurative Mammographie soll den Patientinnen jeden Alters zugänglich sein, welche einen
auffälligen klinischen Befund, eine auffällige Mammasonographie oder ein besonderes familiäres
Risiko aufweisen. Hierbei wird ein ausführlicher, beschreibender und bewertender Befund für die
überweisenden Kollegen erstellt und auf Wunsch des Kollegen auch eine ergänzende Sonographie
durchgeführt. Eine Doppelbefundung durch zwei Ärzte findet in jedem Fall statt, ebenso wie eine kurze
klinische Untersuchung. Unsere tägliche Arbeit richtet sich dabei nach den S3-Leitlinien der
Deutschen Gesellschaft
für Senologie.
Die verschiedenen deutschen und internationalen Fachgesellschaften empfehlen jeder Frau ab dem 50. Lebensjahr grundsätzlich - also ohne einen Verdacht auf einen Tumor - eine konventionelle oder digitale Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie). Um die Sterblichkeit von Frauen an Brustkrebs zu senken, wurde im Jahr 2002 auf der Grundlage eines einstimmigen Beschlusses des Deutschen Bundestages und des Bundesrates das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening-Programm eingeführt. Das ist ein bundesweites Präventionsprogramm zur Früherkennung von Brustkrebs für alle Frauen zwischen 50 und 69.
Der Ultraschall der Mamma erlaubt den überlagerungsfreien Blick in die Brust und die Unterscheidung zwischen soliden und zystischen Läsionen, welches in der Mammographie nicht immer gelingt. Eine der wichtigsten Indikationen für die Mamma-Sonographie liegt in der weiteren Abklärung eines klinisch oder mammographisch auffälligen Befundes. Die Stärken des Ultraschalls liegen in der hohen Auflösung, dem frei wählbaren Blickwinkel und der sofortigen Darstellung interessanter Regionen, die der Arzt im Untersuchungsverlauf präzisieren kann. Von allen Verfahren belastet Ultraschall den Patienten am geringsten. Bei einem klinischen Tastbefund ermöglicht die Sonographie besser als die Mammographie eine direkte Korrelation zwischen dem klinischen und bildgebenden Befund. Insbesondere bei jungen Frauen mit dichtem Drüsengewebe ist die Sonographie eine wichtige Ergänzung zur Mammographie, da die Beurteilbarkeit in der Mammographie bei dichtem Drüsengewebe eingeschränkt sein kann. Der Nachteil des Ultraschalls liegt darin, dass kleinste Verkalkungen, welche u.U. auf einen beginnenden Tumor hinweisen, nicht gesehen werden können.
Zur Abklärung eines unklaren Herdes kann unter lokaler Betäubung und ambulant eine ultraschallgestützte Stanzbiopsie durchgeführt werden. Ein Vorteil der sonographisch gesteuerten Biopsie ist die exakte Darstellung der Lagebeziehung zwischen Nadel und Läsion zu jedem Zeitpunkt der Intervention. Kommt es durch die Einführung der Nadel zu einer Verlagerung der Läsion, kann die Nadellage sofort entsprechend korrigiert werden. Dieses Verfahren bietet eine hohe Genauigkeit und eine nur geringe Beeinträchtigung der Patientin, da keine OP nötig ist.
Die Stereotaxie bietet eine Möglichkeit, nicht tastbare und sonografisch nicht sichtbare Veränderungen (vor allem verdächtige Verkalkungen) millimetergenau zu markieren (vor OP) und Proben zu entnehmen (Stanze, Vakuumbiopsie). Damit werden ein großer Teil der operativen Eingriffe unnötig. Die Abklärung erfolgt ambulant in örtlicher Betäubung.
Bei radprax ist seit August 2009 auch die Durchführung der Tomosynthese möglich. Dieses Verfahren ist eine Art Schnittbildtechnik in der Mammographie, die es erlaubt, mittels Röntgenstrahlen unterschiedliche Ebenen in der Brust abzubilden und somit eine geringere Überlagerung der Strukturen zu erreichen. Dieses ist besonders bei Patientinnen mit einer sehr hohen Dichte des Drüsenkörpers sinnvoll.
Als einzige radiologische Praxis in Wuppertal bietet radprax die Galaktographie an. Bei dieser Untersuchungsmethode werden die Milchgänge der Brust dargestellt. Sinnvoll ist dieses bei einer blutigen Absonderung aus der Brustwarze.