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radprax-Leistungen


Allgemeine Informationen


1.1. Wie entstehen die Schichtaufnahmen des Körpers?

Während der MRT-Untersuchung werden Signale gemessen, die die Wasserstoffatome im menschlichen Körper aussenden. Diese Atome weisen eine eigene Kerndrehung, den so genannten Kernspin auf. Durch den Einfluss von Magnetfeldern und Radiowellen werden die Atome ausgelenkt und nach dem Zurückschwingen in ihre Ausgangsposition wird das dabei ausgesendete Signal von den Empfangsantennen (den sog. Spulen) gemessen. Daraus berechnet der Computer dann das Schnittbild der untersuchten Körperregion.

1.2. Was ist vor einer MRT-Untersuchung zu beachten?

Vor der Untersuchung sind alle metallischen Gegenstände abzulegen (Geld, Schlüssel, Uhren, Schmuck, Brillen, Hörgeräte, herausnehmbare Zahnprothesen), aber auch Mobiltelefone sowie Scheck- und Chipkarten dürfen nicht in die Nähe des Magneten gelangen, da sie sonst gelöscht werden können.

1.3. Bei welchen Patienten kann kein MRT durchgeführt werden?

Hierzu verweisen wir auf die Liste Kontraindikationen MRT.

Nicht untersucht werden können Patienten mit

  • Schrittmachern (z.B. Herzschrittmacher, Blasenschrittmacher), da durch die Magnetfelder der Schrittmacher zerstört werden kann (Bei Herzklappenprothesen ist in der Regel, je nach Prothesentyp und -funktion, die Untersuchung möglich. (siehe Herzklappenpass!))
  • implantierten Insulin- oder Schmerzpumpen
  • frisch implantierter Gelenkprothese (Bei länger implantierten Prothesen bzw. Gelenkprothesen aus Titan ist eine MRT-Untersuchung bedenkenlos, sofern nicht gerade das Gelenk, welches mit der Prothese versorgt wurde, untersucht werden soll, da auch Titan Metallauslöschungsartefakte im Bild verursacht und somit die allgemeine Beurteilbarkeit erheblich verringert.)
  • Gefäßclips aus Metall
  • Neurostimulatoren
  • Cochlea-Implantat
  • älteren Mittelohr-Implantaten (Teflon- und Goldimplantate sind unproblematisch)
  • magnetisch haftenden Zahnimplantaten
  • Granatsplittern in Gefäßnähe
  • Fragestellung „Z.n. cerebraler Aneurysma-Operation mit Verwendung von magnetisierbaren Clips“
  • Frühschwangerschaft (erste 3 Monate - relative Kontraindikation)

Wichtig ist, dass alle Patienten im Aufklärungsbogen, den jeder Patient vor der Untersuchung erhält, genau Auskunft über mögliche metallische Gegenstände im Körper geben.

1.4. Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT)?

Die Magnetresonanztomographie ist eine exzellente Untersuchungsmethode, die im Vergleich aller Untersuchungsmethoden den besten Weichteilkontrast liefert.

Überall dort, wo hohe Weichteilkontraste für die Diagnose wichtig sind, ist die MRT-Untersuchung anderen Verfahren überlegen. Für die Untersuchung vieler Organe und Gewebe sind andere bildgebende Verfahren (Computertomographie, Ultraschall) aber ebenso gut, bei bestimmten Fragestellungen sogar besser (siehe Indikationen / Faustregeln).