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radprax-Patienteninformation


Indikationen und Kontraindikationen zur MRT und CT


Indikationen / Faustregeln

Die Magnetresonanztomographie kann nur eingeschränkt größere Bereich abbilden, wie z.B. das gesamte Abdomen. Sie ist jedoch sehr gut geeignet bei der weiterführenden Diagnostik fokaler Läsionen, wie z.B. Leber - oder Pankreastumoren.
In der Computertomographie können geringe Bewegungen toleriert werden, da ein Untersuchungsdurchgang nur wenige Sekunden (ca. 10 - 20 sec) dauert. In der Magnetresonanztomographie dagegen ist ein längeres, bewegungsfreies Liegen für jeweils ca. 3- 4 Minuten notwendig. Die besten Ergebnisse zeigte die Magnetresonanztomographie deshalb auch bei Untersuchungen in unbewegten Regionen (Gehirn, Gelenke, Spinalkanal). Im Bereich des Abdomens lassen sich mit der MR auch Untersuchungen im Atemstillstand durchführen, dies erfordert jedoch eine gute Kooperationsfähigkeit des Patienten, da er die Luft für ca. 20 Sekunden anhalten muss.
In der Magnetresonanztomographie liegt der Patient in der Regel mit dem ganzen Köper in einer ca. 60 cm weiten Röhre, was bei klaustrophobisch veranlagten Patienten Probleme bereiten kann. In unserem MRT mit besonders großer Öffnung und in der Computertomographie kommen klaustrophobische Beschwerden wegen der großen Geräteöffnung praktisch nicht vor.

 

Kontraindikationen zur MRT

Folgende Patienten können im MRT nicht untersucht werden:

Patienten mit

  • Schrittmachern (z.B. Herzschrittmacher, Blasenschrittmacher), da durch die Magnetfelder der Schrittmacher zerstört werden kann (Bei Herzklappenprothesen ist in der Regel, je nach Prothesentyp und -funktion, die Untersuchung möglich. (siehe Herzklappenpass!))
  • implantierten Insulin- oder Schmerzpumpen
  • frisch implantierter Gelenkprothese (Bei länger implantierten Prothesen bzw. Gelenkprothesen aus Titan ist eine MRT-Untersuchung bedenkenlos, sofern nicht gerade das Gelenk, welches mit der Prothese versorgt wurde, untersucht werden soll, da auch Titan Metallauslöschungsartefakte im Bild verursacht und somit die allgemeine Beurteilbarkeit erheblich verringert.)
  • Gefäßclips aus Metall
  • Neurostimulatoren
  • Cochlea-Implantat
  • älteren Mittelohr-Implantaten (Teflon- und Goldimplantate sind unproblematisch)
  • magnetisch haftenden Zahnimplantaten
  • Granatsplittern in Gefäßnähe
  • Fragestellung „Z.n. cerebraler Aneurysma-Operation mit Verwendung von magnetisierbaren Clips“
  • Frühschwangerschaft (erste 3 Monate - relative Kontraindikation)

 

Kontraindikationen zur CT

  • Patienten, bei denen eine Schwangerschaft besteht, können nicht im CT untersucht werden.