radprax-Service
Aktuell
10.11.2009
Die Brust in 3D - mit Tomosynthese sieht man mehr
Völlig neue, faszinierende Einblicke in die weibliche Brust mit einer verblüffenden
Detailschärfe in 3D sorgen jetzt für noch mehr Sicherheit und Präzision bei der
Brustkrebs-Diagnose.
Siemens Healthcare hat jetzt in seine digitale Mammographieplattform Mammomat Inspiration die 3D-Tomosynthese
integriert. Die in die digitale Mammographieplattform integrierte 3D-Tomosynthese erstellt
dreidimensionale Aufnahmen von der Brust und kann damit auch Tumore darstellen, die durch überlappendes
Gewebe verdeckt sind. Auf diese Weise wird die Diagnose genauer als bisher und reduziert die Anzahl von so
genannten „Falsch-positiv-Befunden“.
radprax arbeitet als erste radiologische Praxis in Deutschland mit dieser
beeindruckenden Weiterentwicklung der digitalen Mammographie, der 3D-Tomosynthese auf Basis moderner
Mammomat-Systeme. Dr. Renate Tewaag beschreibt die neue Technologie folgendermaßen: „Mit der
Tomosynthese erleben wir die faszinierende Weiterentwicklung der digitalen Mammographie. Diese 3D-Technologie
bietet beeindruckende Verbesserungen der Detailerkennbarkeit, wodurch Patientinnen und Radiologen
gleichermaßen profitieren: Wir gewinnen mehr Sicherheit in der Diagnostik, während die untersuchten
Frauen nicht mehr verunsichert werden. Durch die Tomosynthese wird die Mammographie für Arzt und
Patientin stressfreier. Nach den bisherigen ersten Eindrücken können Zusatzuntersuchungen und
Interventionen mit gutem Gewissen vermieden werden. In dichtem Drüsengewebe versteckte Läsionen werden
frühzeitiger entdeckt.“
Bisher konnten sowohl die konventionelle analoge Mammographie als auch Aufnahmen mit der digitalen
Vollfeld-Mammographie die dreidimensionale anatomische Struktur der Brust immer nur auf zweidimensionaler Ebene
abbilden. Dies erschwerte die Diagnosen und schränkte den Arzt bei seinen Möglichkeiten ein, bestimmte
Tumorarten zu erkennen, da anatomische Strukturen Läsionen überlagern können. Die 3D-Tomosynthese
des Siemens Mammomat Inspiration behebt dieses Manko: Die Technologie akquiriert mehrere Projektionen der Brust
mit einem schnellen Detektor auf der Basis amorphen Selens (aSE) aus verschiedenen
Betrachtungswinkeln und generiert diese Rohdaten zu einem 3D-Volumendatensatz. Damit können besonders Art
und Größe von Läsionen sowie Mikroverkalkungen besser als mit herkömmlichen Methoden
analysiert werden. Die Tomosynthese erhöht die Sensitivität und Spezifität der Mammographie sowie
die Tumordifferenzierung und -klassifizierung.
Die Tomosynthese unterscheidet sich von der konventionellen Mammographie beispielsweise wie ein CT-Scan
(Computertomographie-Bild) von einem klassischen Röntgenbild. Während der Untersuchung schwenkt die
Röntgenröhre in einem 50-Grad-Bogen um die Brust und nimmt dabei 25 Einzelbilder mit jeweils sehr
niedriger Dosis auf, die dann als Rohdaten zu hoch aufgelösten 3D-Bildern rekonstruiert werden. Eine hohe
räumliche Auflösung und ein großer Schwenkwinkel-bereich ermöglichen ein Mammographie-Bild
mit bisher unerreichter Bildqualität.
Lesen Sie hierzu auch die zahlreichen Presseberichte zur Brustkrebs-Diagnostik mit der Tomosynthese.